Wollmausfalle Staubsauger Roboter

Wer kennt das nicht? Nach der Mehlexplosion beim Kekse backen in der Küche verteilt der häusliche Dackel das Zeug auch noch in der restlichen Bude und so mischt sich die Gebäckzutat mit den Wollmäusen der letzten Woche zu einer gänzlich neuen Spezies die Nachts der Ehefrau die Kleider enger näht und die Hausaufgaben der Kinder frisst. Doch es gibt nun Abhilfe für den faulen Hauswirtschafter, auch wenn es ein wenig nach einem billigen Science Fiction Horror Movie anhört – Die Staubsauger-Roboter kommen! Eigentlich sind sie ja schon lange da…

Grundsätzlich ersetzen diese possierlichen staubfressenden Krabbeler nicht den Handstaubsauger. Alleine schon deswegen nicht, weil die Roboter nur Flächen behandeln können bei denen sie mit ihrer Gerätebreite-/höhe agieren können. Ein Handstaubsauger muss also trotzdem zur Grundausstattung des gewöhnlichen Proletariereigenheims gehören um der Wollmausseuche Einhalt zu gebieten und nicht irgendwann wild gewachsene Kartoffeln unterm Sofa zu haben. Ebenso können die Roboter keine Kommoden  hochklettern um die schicke Ü-Ei-Schlumpfsammlung von der Restpartikelorgie zu befreien. Dazu brauchts noch immer eine penible Schwiegermutter oder ein ähnliches Wesen mit Reinlichkeitstrieb.

Für die ganz großen Ansprüche…

Der Preis macht natürlich auch hier die Musik. So kann man nicht erwarten das günstige Geräte sehr smart oder effizient daherkommen. Trotzdem tun auch günstigere Geräte bis z.B 100.- oder bis 300.- oft ein ausreichendes Werk. Wer natürlich eine Wohnung hat die z.B mehr als 70qm hat, wird mit einem unsmarten Roboter weniger zufrieden sein, da dann einfach zuviele Bereiche nicht effektiv angefahren werden. Ergo: Große Bude braucht auch smarteren Roboter!

An dieser Stelle sei erwähnt das es zwar auch gute Geräte z.B auch in Asien gibt, diese aber oft nicht für den deutschen Markt zugelassen sind, z.B wegen fehlendem CE Zeichen. Wenn also die Bude abfackelt weil das Sauggerät aus dem Land des Tigers die Katze in Brand gesetzt hat, dann dürfte keine Versicherung der Welt diesen Schaden bezahlen wollen. Ist das den Preis wert? Ärger mit dem Zoll ist dabei ebenfalls nicht unwahrscheinlich. Dennoch kommen grade aus Asien oft gute und vor allem günstige Geräte die ihr Werk bestens erledigen.

Ebenso braucht ein gutes Gerät nicht zwingend eine Schnittstelle zu einem Sprachassistenten. Ein guter Staubsaugerroboter wäre eigentlich ein Gerät, welches man garnicht steuern muss und so unbemerkt und effizient wie nur möglich aggiert. Natürlich wäre es praktisch den Saugsklaven auch per Sprache z.B direkt in die Küche schicken zu können, aber das ist eine Entwicklung die aktuell noch kein Gerät kann, bzw. „vermutlich“ kann es der Xiaomi Roboter der zweiten Generation. Einige Geräte können aber durchaus auch mit Sprache aktiviert oder zur Basisstation zurückgeschickt werden. Daher schauen wir einfach mal was so anliegt am Markt.

Ausstattung

Eine gute Austattung ist nicht mit guter Leistung gleichzusetzen. So braucht eine kleine Wohnung z.B nicht unbedingt eine Flächenerkennung und wer kein Haustier hat, wird auch nicht zwingend eine Lamellenbürste brauchen. Es zählt halt das Einsatzszenrario und nicht ob noch ein Spoiler aufmontiert ist. Auch treibt eine gute Ausstattung natürlich den Preis nach oben.

Für eine Geräteauswahl einfach auf die verlinkten Worte klicken!

  • Ladestation: Das Gerät kann selbstständig seine Ladestation anfahren und merkt wann die Energie zu neige geht
  • Wischfunktion: Naßwischen des Bodens inkl. Wassertank
  • Fernsteuerung: Zusätzliche Handfernbedienung
  • Sprachassistent Alexa: Kompatibel zu Amazon Alexa
  • Sprachassistent Siri: Kompatibel zu Apple Siri
  • Sprachassistent Google Assistant: Kompatibel zu Google Assistant
  • Sprachassistent Microsoft Cortana: Kompatibel zu Microsoft Cortana
  • Sprachassistent Samsung Bixby: Kompatibel zu Samsung Bixby
  • Beutellos: Das Gerät besitzt einen wiederverwendbaren Schmutztank
  • Hepa-Filter: Filter gegen Hausstaubmilbenkot, für Allergiker
  • Lamellenbürste: Breite Querbürste
  • Virtuelle Wand: Grenzen die das Gerät nicht überfährt, z.B als Magnetsteifen oder Infrarot-/Laserschranke
  • Android App: Für Android Smarthpones/Tablets
  • iOS App: Für Apple Smarthpones/Tablets
  • Zeitprogrammierung: Das Gerät zu programmierten Zeiten laufen lassen
  • Selbstentleerung: Das Gerät entläd den Schmutztank selbstständig an seiner Station
  • Tierhaare: Das Gerät kann mit Tierhaaren gut umgehen
  • Raumerkennung: Der Roboter weiß in welchem Raum er ist. Das Gerät lässt sich direkt in einen bestimmten Raum schicken
  • Flächenerkennung: Der Roboter weiß wo er während der Reinigung schon war und wo nicht. Er weiß wo Hindernisse stehen
  • Hindernisserkennung: Der Roboter erkennt Hindernisse
  • Netzwerkprotkolle: WLan

Ausstattung Sensorik

Grundsätzlich ist die Art der Sensorik unwichtig, insofern die zuverlässig ihren Dienst tut. Eher ist die Qualität der Sensorik ausschlaggebend, wie z.B Anspruchsgeschwindgkeit und Genauigkeit. Besonders hier findet noch viel Entwicklung statt. Fast jedes Gerät besitzt z.B eine Sensorik um nicht eine Treppe herunterzufallen oder wenn es irgendwo anstösst. Je nach Ausstattung machen viele Sensoren das Gerät smarter, aber auch teurer.

  • Kamera: Erlaubt die Überwachung der Räume aus Sicht des Roboters
  • Dreh-Beschleunigung (Gyroskop): Registriert die Rotation des Geräts
  • Beschleunigung: Registriert Richtungsbeschleunigung
  • Fallschutz (Klipp): Bemerkt Stufen und Absätze
  • Stoß: Registriert Stöße
  • Laser: Bewegungserkennung, Raumvermessung, Abstand
  • Infrarot: Bewegungserkennung, Raumvermessung, Abstand

Leistung

  • Akkuleistung: Ein starker Akku bringt nur einen Vorteil, wenn die umgebende Technik dies auch bedient. Wenn also der Motor des Robotors sehr viel Energie braucht, nutzt der beste Akku nichts, da der Akku trotzdem schnell leer sein wird. Entsprechend ist die Effizienz zwischen Akku und genutzter Energie wichtiger als ein Atomkraftwerk im Tank. Trotzdem sollte der Akku mindestens 3000 mAh haben. Besser mehr…
  • Saugleistung: …kann nicht hoch genug sein. Je höher, je besser. Erst wenn der Hamster weg ist, sollte man doch mal schauen ob man die Saugleistung nicht doch etwas reduziert. Im übrigen hat der Stromverbrauch, also die Angabe „Watt“ absolut garnichts mit der Saugleistung zu tun. Die Saugleistung wird mit „pa“ (=Pascal) oder in „Bar“ für den „Druck“ angegeben und sollte ab ca. 1000pa aufwärts liegen. Eigentlich müsste die Saugleistung mit der Einheit „AirWatt“ angegeben werden, was aber die wenigsten Hersteller tun, bzw. nur bei großen Industriegeräten genannt wird.
  • Wischleistung: Wegen der Feuchtigkeit im  Gerät, müssen Geräte mit Wischfunktion auch gut gepflegt werden, damit diese nicht zu Schimmel-Verteilstationen werden. Eine gute Reinigung des Bodens ist in jedem Fall höher zu bewerten als eine große oder schnell gereinigte Fläche.
  • Preis-Leistung: Erst die Summe aus Leistung und Preis ergibt ob ein Gerät am Ende günstig, oder teuer ist. Der Preis alleine war noch nie ein Qualitätskriterium. Von 80.- bis 1000.- Euro ist alles drinn. Nur wer noch mehr zahlt, zahlt zuviel 🙂
  • Ladezeit: Je schneller, je besser…
  • Schmutzaufnahme: Je größer, je besser. Mindestens 300ml, besser 500 oder 700ml.
  • Lautstärke: Sollte nicht über 70 db hinausgehen. Je leiser, je besser…
  • Abmessungen: Sollte 12 cm Höhe und 40 cm an Durchmesser zumindest für den Hausgebrauch nicht überschreiten um in soviele Bereiche wie nur möglich eindringen zu können. Je kleiner, je besser. Wer natürlich lediglich große Flächen absaugen will, braucht ein Gerät welches auch einen möglichst großen Druchmesser hat um soviel Fläche wie möglich mit einem Mal abzusaugen.

Also was jetzt?

Bei der Suche nach dem optimalen Gerät, sollte man sich natürlich erstmal eine Preisgrenze setzen. Wenn man dann auch noch die 10 am besten bewertesten Geräte da herausfiltert, hat man im Grunde schon eine gute Auswahl um das gewünschte Gerät zu finden. Wobei Bewertungen natürlich auch stets Schall und Rauch sind und das Gerät nicht in dem Anwendungsfall bzw. für das Szenario bewerten welches man selbst bräuchte. Daher ist das Einsatzszenario des Gerät im Grunde allentscheident und als absolut primäres Filterkriterium einzusetzen. Soll also das Gerät z.B unbedingt gut Tierhaare saugen können, so muss diese Funktion auch als wichtigste bei der Suche angeführt werden, auch wenn z.B die gefundenen Geräte dann z.B keinen so guten Akku haben sollten oder teurer sind. Die beliebstesten Geräte geben dabei schon einen guten Durchschnitt für die am meisten genutzen Szenarien ab. Inzwischen ist es so, das die meisten Geräte sich nur noch im Kleinen unterscheiden und die meisten am Markt befindlichen Geräte bereits gute bzw. gleiche Arbeit leisten. Die Leistungsunterschiede zwischen günstigen und teuren Geräten sind dabei oft nicht sehr groß.

Wer gar viele Hindernisse in der Wohnung hat, so das der Saugroboter nicht ordentlich fahren kann und sich ständig irgendwo verkeilt, der sollte dann evtl. lieber das Geld in eine Putzfrau oder einen guten Handstaubsauger investieren.