Voice Marketing – Sprachmarketing

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Voice Marketing wandelt sich vom Telefonanruf des netten Callcenter Mitarbeiters mit den heissesten Versicherungsangeboten, zu: Vermarktung per Sprache, über Sprachassistenzsysteme im Internet of Voice. Also dem Teil des Internets welcher über digitale Sprachassistenten wie Amazon Echo, Alexa, Cortana, google now oder Siri gefunden und als Sprache ausgegeben wird.

Digitale Sprachassistenten als Medium

Jedoch ist Voice Marketing zumindest im Jahre 2017 noch nicht wirklich existent, da es noch keinen digitalen Sprachassistenten gibt der Marketing als Sprache wirklich ausliefern kann. Dies stellt die Vermarktungsbranche vor eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre. Gänzlich ohne Bildschirm und bunter Bilder zu vermarkten, ist bisher nur von der herkömmlichen Radiolandschaft bekannt. Dieses unsichtbare Marketing muss nun eingebettet werden in vom Nutzer auf Wunsch (on Demand) aufgerufene Inhalte. Eine spannend Entwicklung, die vor allem das näherbringen der bisher textuellen Schlagwortorientierten Zuordnung von Inhalten und Werbemittel, durch Sprache Genüge tun muss.

Amazon Echo

Quelle: Amazon Presse
Amazon Echo mit Sprachassistent Alexa

Der digitale Sprachassistent Amazon Echo ist bereits in der Lage eine gewisse Bandbreite an Voice Shopping anzubieten. Natürlich steht entsprechend der Kaufprozess im Vordergrund und nicht die Vermarktung der Produkte. Dennoch poppen dabei eigentlich eher unabsichtlich einige Elemente auf die Vermarktungsmechanismen sind. z.B legt der Amazon Echo Sprachdienst Alexa ein Produkt in den Warenkorb welches nicht zwingend das eigentlich gewünschte Produkt ist, was zwar wie Willkür anmuten kann, ist aber zeitgleich im Grunde eine Produktempfehlung ist. Gleiches gilt wenn Alexa statt eines bestimmten Produktes, eine Produktauswahl anbietet.

Voice Search

Auch bei der Sprachsuche bzw. Voice Search durch einen Sprachassistenten wie z.B Siri oder google now, greifen Marketingaspekte, da die Suchmaschine natürlich versucht ein Suchergebnis auszuwerfen welches am besten auf die Suchanfrage passt. Da die Sprachsuche jedoch viel näher am Menschen ist als die bisher schlagwortorientierte Suche, kommen hier natürlich andere Qualitätskriterien zum Tragen. Weg vom Keyword, hin zur Phrase und Sprache.
Dies bedeutet schlicht dass die Gestaltung von Inhalten im Internet nicht nur näher an die Sprache und damit den Menschen rücken muss, sondern auch das Domain und Internetadressen ihre Bedeutung verlieren und die Betreiber viel mehr Wert auf die Inhalte legen müssen um auch im Internet of Voice erfolgreich mitspielen zu können.

Auf in die Zukunft

Die Dringlichkeit dieser Veränderungen ist spätestens seit der CES 2016 mehr als offensichtlich. Eine wahre Flut an Herstellern offenbarte die Gestaltung und die Verwendung von Sprachassistenten. Allen voran Alexa von Amazon. Zeitgleich liefern immer mehr Hersteller von Sprachassistenten immer bessere Entwicklungen ab und zeigen auch komplexe Sprachanwendungen die selbstlernend so machen Informatiker blass werden lassen. Sich selbst optimierende Systeme sind der Traum eines jeden Vermarkters.

Big Data ohne Klicks

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Da es beim Internet of Voice bzw. beim Voice Marketing keine Klicks mehr gibt, wird auch die Analyse des Erfolges von Kampagnen sich anders orientieren müssen als bisher. Nutzungsdauer, Abbruchhäufigkeit, Beziehungen zu zuvor genutzten Inhalten werden wichtiger denn je und lassen auf eine schon längst fällige Steigerung der Aussagequalität von Kampagnenanalysen schliessen. Dies erschliesst natürlich auch ein neues großes Spielfeld für Big Data.