Siri, the first Assistant

Vor einigen Jahren rief mein bester Freund Christian an und erzählte mir, dass ein ehemaliger Schulkollege Vater geworden ist. Seine Tochter hat er Siri genannt. Einige Monate später lachten wir wie Bolle, denn Apple brachte einen gleichbenamten digitalen Sprachassistenten heraus. Wir malten uns aus, wie die Jugendlichen in der Schule später „Hey Siri“ rufen, damit den Start des digitalen Dienstes auf dem Smartphone meinen und die menschliche, also reale Siri sich immer wieder umdreht.

Ein VOICE Service

Siri Bildschirm Twitter
Siri kann auch Twittern

Diese Software ist ein digitaler Assistent und liefert Services (digitale Voice Services) nach Stimmeingabe wieder per Sprache über den Lautsprecher und dem Display als Grafik aus. Siri übernimmt beispielsweise die Wettersuche im Web über verschiedene Anwendungen und Schnittstellen und spuckt das lokale Wetter standortbasiert und per GPS oder Galileo (beides Ortungsdienste) dann auf der Hardware (zum Beispiel iPhone, iPad, Apple TV und MacBook Air) in Form von Sprachausgabe als auch Bildschirmausgabe wieder aus. So wird das Bedienen des Smartphones fast ohne Hände zum Kinderspiel. Siri könnte der Sekretär der Zukunft werden Um es noch deutlicher zu sagen: Die Software ist wie eine gute Sekretärin aus den 60er Jahren – Sie versucht das zu tun, was Mann/Frau oder auch ihr Anwender ihr befiehlt. Diktate sind kein Problem, Fragen nach dem nächstgelegenem Kiosk oder auch Befehle wie: „Schreib mal meiner Frau, dass es heute später wird.“.

Siri sagt dem Nutzer auch, welche Termine er heute hat und wann er losfahren müsste, um pünktlich und unter Rücksichtnahme von Stauproblemen zu sein. Technisch nutzt er dazu das hauseigene System Apple Maps, das sich technisch dank neuer Schnittstellen und besserem Kartenmaterial inzwischen zur genialen Alternative gegenüber Google Maps gemausert hat.

Schnittstellen mit Biss

Das Leben besteht aus lauter Fragen. Und die Antwort ist nicht immer sieben, 42 oder Pi. Siri bedient den Anwender/die Anwenderin. Die Schnittstellen des digitalen Assistenten können Suchmaschinen wie Google, Yahoo, Altavista, Wikipedia, Sport1 oder Bing sein, aber auch Daten aus Apps und Anwendungen, die es inzwischen millionenfach gibt.

Siri mit dem Fernseher verschmelzen

Siri ist Apple fest ans Herz gewachsen, so dass es auch hard- und softwareseitig in die „Set-Top-Box“ Apple TV verbaut worden ist, die Nutzer inzwischen in vierter Generation kaufen können. Kleiner Hinweis an alle Interessierten: Im Netz wird gemunkelt, dass die Erwartungen an die fünfte Generation sehr hoch sind und Apple damit Steve Jobs Träume einer neuen Überraschung im Bereich TV wahr machen könnte. Wir sind sehr gespannt und haben schon Pipi in den Augen vor Freude. U=RI / P=UI Was Apple TV in der vierten Generation bereits kann Anwender können dank Siri als Voice Service nun mit ihrem oder einem gemeinsam genutzten Fernseher sprechen und ihm Befehle – ja, sogar Gefühle und Stimmungen – wie „Ich bin traurig, bitte spiele meine Lieblingsmusik aus dem Genre Pop“, „Schalte auf WDR“ oder „Öffne das Spiel Super Mario Run“ erteilen. Gespielt wird dann allerdings per Fernbedienung und nicht mehr per Spracheingabe. Ob in der fünften Generation bereits auf das Springen (Motorikscan der Anwesenden) reagiert wird, steht in den Sternen.

Unser Praxistest in den Sprachen Englisch und Deutsch

Die Software ist in unserem täglichen Nutzen mit iPhone und MacBook immer noch in der Erkundungsphase und in Deutschland läuft die Software bisher weniger geschmeidig als in den U.S.A. Oft liegt das daran, dass die Digitalisierung in Deutschland angeblich noch hinterherhinkt und zum anderen daran, dass die Deutschen strengere Datenschutzbestimmungen haben als Unternehmen in den U.S.A. und anderorts. Stichwort ist hier oft „Big Data“ – Apple interessiert sich jedoch nicht für die privaten Dinge des Anwenders, so „Tim“ Cook auf der letzten Keynote (Präsentation neuer Apple-Produkte).

Digitale Assistenten als Freund und Helfer

Sobald mehr Daten aus diversen Quellen je Nutzer – bei Apple allerdings anonym – gespeichert werden, desto besser wir Dein digitaler Assistent / Deine digitale Assistentin Siri. Was das Ganze soll? Persönlichere Ansprachen , und die Software erkennt Deine Stimmung und hilft Dir für den perfekt ausgeglichenen Tag.

Etwas weiter gesponnen könnte Siri bei Zuschalten einer Kamera Dir auch mitteilen, dass Du müde aussiehst und Dich zu einem Powernap im nächstgelegenem Stundenhotel einladen. Der digitale Assistent wäre dann irgendwann überall dort, wo Du Dich gerade befindest und wird immer mehr zu Deinem Freund und Helfer.
Wir würden uns wünschen, dass die reale Siri aus der Schule nicht so oft wegen Ihres Namens in Erklärungsnot kommen wird. Ansonsten hat sie ja vielleicht auch einen Zweitnamen, den Sie benutzen kann…

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