Oh, ein digitaler Sprachassistent! Was soll ich jetzt damit?

Sprachassistenten wie Alexa und Google Assistent, sind in aller Werbung und aller Munde. Tausendfach findet sich Werbung und ebenso viele Anleitungen zu den smarten Geräten. Im Fernsehen dudelt alle paar Minuten ein Werbespot in dem Amazon typische und einfache Einsatzszenarien von Sprachassistenten zeigt. Im Internet gibt es Zuhauf Anleitungen wie man die Sprachassistenten einrichtet, aber kaum einen Artikel wofür sie wirklich nutze sind oder wofür man sie überhaupt brauchen kann. So ist vielen Nicht-Nerds der Einsatzzweck dieser Geräte nicht wirklich klar, obwohl bestimmt ein jeder vom Sprechen mit Machinen/Computer fasziniert ist. Daher, hier der Versuch ein wenig Klarheit zu schaffen. Letztendlich braucht es erst dann eine Anleitung für irgendeinen Anwendungsfall, wenn der Anwendungsfall selbst überhaupt erstmal klar ist.

Der primäre Einsatzzweck von Sprachassistenten dient der „Schaffung einer natürlichen Kommunikationsschnittstelle zur Maschine„. Was nichts anderes bedeutet als das der Mensch mit der Maschine/dem Computer nicht mehr Tastatur, Maus oder Bildschirm benutzen muss, sondern völlig natürlich mit der Maschine sprechen kann, ohne vorher z.B Tippen lernen zu müssen.

Zur natürlichen Kommunikation per Sprache, kommt hinzu das sich viele Prozesse ganz erheblich verkürzen. Während man per Sprache z.B. einfach der dem Sprachassistenten sagen kann „Setze Bananen auf die Einkaufsliste“, umfasst der gleiche Prozess per Smartphone und Bildschirm eine ganze Reihe mehr Schritte um die Bananen auf die Einkaufsleiste zu setzen.

Eine weitere vorteilhaft Eigenschaft komm hinzu, durch die Nutzung in einem einem Netzwerk aus der Ferne wie z.B dem Internet. Dadurch wird es möglich den Sprachassistenten über all dort einzusetzen wo es Internet gibt und eben nicht nur im heimischen WLan.

Dies hat zeitgleich eine weitere postive Eigenschaft, nämlich das man seine Daten mit anderen Teilen kann, z.B. mit dem Partner. So kann man also z.B. Daheim die Bananen auf die Einkaufsliste setzen, währen der Partner bereits im Supermarkt ist und den neuen Eintrag dann sehen kann. Auch sieht der Partner der die Bananen auf die Liste gesetzt hat, ob der Einkäufer die Bananen auch wirklich gekauft hat, wenn sie in der Liste als „gekauft“ markiert wurden. Dies zeigt 2 weitere Vorteile auf die vernetzte Medien haben, nämlich die Interaktivität in Echtzeit.

Setzt man auf alle diese Vorteile jetzt noch einen Mechanismus drauf der die  Bedürfnisse des Nutzers optimal bedient, so hat man dann einen „Persönlichen Assistenten“ in Form einer Software auf einem Gerät wie dem Smartphone oder eben in einem Lautsprecher wie dem Amazon Echo. Dieser persönliche Assistent erkennt z.B das in der Einkaufsliste immer wieder „Bananen“ auftauchen, also wird er seinem Nutzer irgendwann besondere Angebote zu Bananen vorschlagen, oder ihn Fragen ob er die Bananen auf die Einkaufsliste setzen soll, weil ja keine mehr draufstehen. Ebenso könnte er dem Nutzer während eines Restaurantbesuchs vorschlagen den besonders guten Bananencoktail zu probieren den es dort gibt.

Zugegeben, viele.. vor allem komplexere Einsatzszenarien sind noch holpring anzuwenden und/oder umzusetzen. Doch es gibt auch schon zahlreiche Szenarien die sehr einfach und gut zu benutzen sind, so wie z.B die genannte Einkaufsliste, oder das abfragen von Wissen, oder das setzen eines Timers beim Kochen. e.t.c. Dies alles nimmt qualitativ und quantitativ eine schnelle Entwicklung und in nicht allzu ferner Zeit, werden sich viele von uns fragen wieso wir früher viele Dinge so umständlich gemacht haben.

Grundsätzlich hat ein jeder Mensch seinen eignen Horizont und so werden uns erst viele Einsatzszenarien klar, wenn wir plötzlich auf Hilfe angewiesen sind. Ein einfacher Selbstversuch? Nun, einfach mal die Hände auf den Rücken nehmen und ohne sie einzusetzen versuchen eine Tür zu öffnen z.B. Oder einfach mal die Augen schliessen und dann versuchen einen Begriff im Lexikon zu finden. Und so weiter….

Ein Sprachassistenten kann viele Nutzungsbarrieren aufheben oder zumindest senken. Die Einsatzszenarien findet ein jeder in seinem Leben selbst, auch wenn es z.B nur die Möglichkeit ist per Amazon Echo „DropIn“ (=Telefonie / Wechselsprechen) die Kinder zum Essen zu rufen ohne erstmal durchs ganze Haus laufen zu müssen um die Bälger zu finden.

Wäre es nicht schön den Sprachassistenten einfach sagen zu können „Buch mir ein Hotel für meinen nächsten Urlaub“ anstatt Wochenlang die Internetseiten druchforsten zu müssen? Schliesslich steht das Urlaubsdatum ja bereits im Kalender und durch frühere Urlaub weiss der Assistent das es ein Strandurlaub sein soll der höchstens 2 Stunden Flugzeit hat. Ausserdem gibt das Konto nur Summe X für den Urlaub her. Also such der Sprachassistent den passenden Urlaub automatisch raus und bucht ihn. Okay…. Noch funktioniert das nicht so cremig. Aber in nicht allzu ferner Zeit, wird es fast so fluffig funktionieren!

Am Ende des Tages nennt sich das Ganze „Smart Living“ und der Sprachassistent in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz ist ein wichtiger Teil davon.