google now der Sprachassistent des Riesen

Mit Google Now stellt der Datengigant Google anderen Herstellern wie Apple oder Samsung seine Konkurrenz im Bereich Künstliche Intelligenz vor. Bei Google Now handelt es sich um eine Erweiterung zur Software „Google Search“ und dient in erster Linie als ein Sprachassistent. Ebenso kann die Software auch unter iOS benutzt werden, wobei dafür eine App installiert werden muss. Auf Geräten mit dem Betriebssystem Android ist die Funktion standardmäßig installiert. Die Software arbeitet als Digitaler Assistent und ist seit dem Jahre 2012 unter Android 4.1 Jelly Bean verfügbar, ungefähr ein Jahr später wurde die Version für iOS veröffentlicht.

Welche Funktionen beinhaltet der Sprachassistent google now?

Screen google Assistant
Aus google now wird bald google Assistant

Als digitaler Sprachassistent kann google now Ihr Smartphone nun mehr, als nur Bilder auf Facebook posten. Zum Funktionsumfang am Smartphone gehören nun aktuelle Informationen zum Wetter, den Verkehrssituationen und etlichen Nachrichten. Außerdem kann der Assistent auch Daten, wie z.B: E-Mails nach Events oder Einladungen durchsuchen. Das Repertoire der Software wird ständig erweitert und weiterentwickelt. Grundsätzlich unterscheidet sich diese Künstliche Intelligenz von Google nicht stark von der Apple-Konkurrenz Siri, bis auf einen kleinen Unterschied. Googles Software arbeitet so, dass aktuelle Informationen situationsbedingt auftauchen. Kommt eine E-Mail mit einer Einladung ins Kino, so werden automatisch Kinos in der Nähe und die dort laufenden Filme angezeigt. Bei einer Einladung zu einem Termin oder einem Treffen zeigt die App sofort und ohne Aufforderung den kürzesten Weg und die aktuellen Verkehrsinformationen. Bei der Eintragung von Terminen ist nun keine Einstellung zur Erinnerung mehr notwendig, das erledigt nun Ihr Digitaler Assistent. Kurz vor dem Termin kommt eine Erinnerung – diese basiert auch auf den aktuellen Verkehrsbedingungen. Somit sammelt die Software jeden Tag Daten zum Verhalten des Nutzers und speichert dabei auch nicht selten den GPS-Standort ab.

Perfekt für Alltagssituationen

Neben den grundlegenden Informationen kann die App auch über Erfolge der Lieblingsmannschaft berichten oder die Paketverfolgung durchführen. So werden alle relevanten Informationen in sogenannten „Karten“ zusammengetragen. Die Software hat auch Zugriff auf alle eingehenden E-Mails und durchsucht diese nach möglichen Events oder Vorgängen, über die man informiert werden möchte. Gebuchte Flüge oder Konzertkarten bleiben nun nie wieder vergessen, dass Ihr Telefon erinnert Sie in jedem Fall daran. Als digitaler Sprachassistent gibt die App auch Informationen über anstehende Geburtstage , sofern diese Daten im Netzwerk Google+ eingetragen sind.

Welche Geräte werden unterstützt?

Icon Smartphone
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Zur Zeit werden alle Geräte unterstützt, die als Betriebssystem iOS oder Android besitzen. Um das Internet of Voice nutzen zu können, ist nur unter iOS die Installation der App notwendig, seit der Version 4.1 ist die Software auf allen Google-Geräten schon vorinstalliert. Hersteller mit anderen Betriebssystemen kommen leider nicht in Genuss des optimierten Voice Search. Seit kurzem gibt es die App auch als Erweiterung für Google Chrome auf dem Computer und dem Mac. Besitzer von Google-Smartwatches kommen ebenfalls in den Genuss des weiterentwickelten Internet of Voice.

Ok Google vs. Hey Siri!

Hey Siri! Möglicherweise kennen Sie diese Phrase, denn damit wird das Voice Search von Apples Siri aktiviert. Google hat sich etwa ähnliches überlegt. Sagt man zu seinem Telefon „OK Google“, so wird automatisch der Sprachassistent aktiv und hört dem Benutzer zu. Die Software reagiert dabei auf einfache Befehle und Fragen wie z.B. „Fahre mich nach Hause“ oder „Wo finde ich die nächste Pizzeria?“. Auch Termine können so einfach über die Sprachsteuerung im Kalender eingetragen werden.

Seit der Bekanntgabe von der Version 5.0 Lollipop des Betriebssystems, hat sich auch das Repertoire des Assistenten etwas erweitert, hängt aber immer noch dem von Apples Siri hinterher. So können jetzt Bluetooth, WLAN und die Taschenlampe über einen Sprachbefehl ein- und ausgeschaltet werden. Leider funktioniert diese Funktion bis jetzt nur auf Englisch. Um diese auszuprobieren stellen Sie die Sprache zuerst auf US-English um und starten dann mit „OK Google“. Danach sprechen Sie einen Befehl wie „Turn on Flashlight“ und schon wird es hell.

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Hilfe beim Autofahren und im Nahverkehr

Der Assistent leistet auch Autofahrern Hilfe. Nicht ganz so wichtig ist es, wenn man nicht mehr weiß, wo man sein Auto geparkt hat. Die App merkt sich den Standort automatisch und navigiert den Benutzer zu seinem Fahrzeug. Herrscht aufgrund von Bedingungen ein Stau auf dem Heimweg, so rät die App zu einer früheren oder späteren Abfahrtszeit, um einen Aufenthalt im Stau zu vermeiden. Nicht ganz so gut funktioniert es bis jetzt im Nahverkehr, denn dafür stehen Google nicht genug Daten zur Verfügung. Zuletzt wurde der Nahverkehr der Stadt Hamburg auf den neusten Stand gebracht. Hier wird von der Benutzung der Software abgeraten.

Beeinflusst die App die mobilen Daten?

Ja, das tut sie in der Tat. Die App ist ständig in Verbindung mit den Servern von Google und sendet bzw. empfängt Informationen. Dies führt nicht nur zu einem extrem hohen Verbrauch an Daten, sondern lässt den Benutzer völlig „nackt“ darstellen. Google kann somit immer einsehen, an welchem Ort sich welcher Nutzer wann befindet. Obwohl diese Funktion sehr praktisch ist, hat sie aus datenschutzrechtlichen Gründen einen sehr negativen Aspekt. Leider ist genau diese Ansammlung an Daten Sinn und Zweck der Software, sodass es keinen Kompromiss gibt, der beide Gedanken gleichermaßen befriedigt. Wer die App nutzen möchte, muss damit rechnen, dass er einen großen Teil seiner Privatsphäre freigibt. Der Datentarif sollte entsprechend angepasst sein. Da die App wirklich große Mengen an Daten benötigt, können so böse Überraschungen vermieden werden.

Einfluss auf die Akkulaufzeit

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Ebenfalls negativ beeinflusst die Software die Laufzeit der Batterie. Diese leidet unter der ständigen Verbindung zum Internet und der ständigen Abfrage der GPS-Daten. Das Telefon zeigt zwar praktische Informationen an, reduziert dabei aber die Leistung des Akkus um ungefähr 30 %. Wird die App den ganzen Tag am Handy verwendet, so reicht eine einzige Ladung leider nicht aus. Dieses Problem findet sich allerdings nicht nur bei Google. Auch Siri verkürzt bei ständiger Verbindung zur Außenwelt die Laufzeit der Batterie erheblich, sodass eine Benutzung über den ganzen Tag noch nicht möglich ist.

Fazit

Google hat sich einige tolle Sachen einfallen lassen, um den Kunden von seinem Assistenten zu überzeugen. Dieser wird täglich weiterentwickelt und es kommen immer mehr neue Funktionen hinzu. Aufgrund des hohen Verbrauchs an Energie, ist eine tägliche Benutzung leider noch nicht ohne Weiteres möglich.

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