Amazon Echo angesehen

Trotz der vielen Versprechungen erleichtert die Technologie nicht immer unser tägliches Leben. Aber es gibt Ausnahmen, dazu gehört auch der intelligente Lautsprecher Amazon Echo. Nach dem Erfolg in den USA erweitert sich das System mit dem digitalen Sprachassistent Alexa auch auf andere europäische Sprachen neben Englisch.

Der Smart Echo Speaker besteht aus drei Teilen. Der offensichtlichste von ihnen ist ein zylindrischer Lautsprecher. Es gibt auch die Module Amazon Echo Dot, die an einen Puck erinnern. Diese werden wir später begutachten. Aber ohne die Anwendung Alexa, die für Android, Fire OS und iOS verfügbar ist, kann man nicht alle Funktionen nutzen. Das Gleiche gilt für die Cloud. Jede akustische Abfragen des Nutzers wird in der Cloud analysiert. Ähnlich der Siri oder Cortana, um den Benutzer vollständig zu erkennen. Der nächste Schritt ist das Finden der am besten geeigneten Antwort oder Aktion.

Die Hardware

Amazon Echo in Weiss
Amazon Echo in Weiß mit großem Lautsprecher

Das Echo-System ist mit verschiedenen Komponenten ausgestattet, um einen möglichst schnellen Betrieb zu gewährleisten. Als „Herzstück“ kann man den Texas Instruments Chip DM3725 bezeichnen. Der Cortex-A8 Prozessor erreicht eine maximale Frequenz von 1 GHz und ist insgesamt mit 320 KByte an L1 und L2-Cache ausgestattet. Hinzu kommt die 256 MB RAM (LPDDR1) und 4 GB interner Speicher, auf die der Benutzer kein Zugriff hat. Die Netzwerkverbindung wird mit dem drahtlosen WLAN-Modul sichergestellt, der die Standards a, b, g und n unterstützt und auch den Bereich von 2,4 und 5 GHz.. Das Modul verwendet zwei Antennen in der MIMO Konfiguration. Smartphones und andere Geräte können mit dem Echo-System über Bluetooth 4.0 verbunden werden. Unterstützt werden A2DP-und AVRCP Protokolle .

Sieben Mikrofone bieten eine genaue Erfassung der Benutzersprachbefehle. Aktiviert wird das Mikrofon, dass auf den Benutzer gerichtet ist. Was die Audio Wiedergabe im Lautsprecher angeht, so ist es mit einem 63-mm-Tieftöner für den niedrigen und mittleren Bereich ausgestattet. 50mm Hochtöner und ein Phasenwender sind auch installiert. Zur Konfiguration des Systems ist eine eigene Taste auf der Oberseite vorhanden. Es gibt auch eine Taste, um die Mikrofone auszuschalten. Mit einem Drehring kann die Lautstärke eingestellt werden. Rund herum sind integrierte LEDs, die Anzeigen welches Mikrofon gerade verwendet wird und ob der Befehl verstanden wurde. Die Stromzufuhr ist von einem 230 Volt Netzwerk vorgesehen. Die Möglichkeit der Stromzufuhr aus der Batterie ist nicht vorgesehen.

All dieser Reichtum ist in einer 235 mm hohen zylindrischen Säule mit einem Durchmesser von 83,5 mm in einem Metallkörper untergebracht. All das mit einem Gewicht von 1 kg. Optional ist die weiße oder schwarze Farbenwahl erhältlich. Der Stromversorgungsanschluss ist in dem Lautsprecher integriert. Über ihm befindet sich der Indikator des standby Modus. Über die Qualität der Verarbeitung können keine Einwände erhoben werden, obwohl es nicht an Sonos und andere namhafte Hersteller herankommt .

Es gibt keine besonderen Anforderungen an die Installation, da die Mikrofone und Lautsprecher in 360 ° arbeiten. Echo hat keine IP Zertifizierung und es gibt keine Hinweise auf Wasserwiderstandsfähigkeit. Daher ist die Platzierung im Bad oder in der Küche unerwünscht. Doch wenn man der Informationen von Amazon Glauben schenkt, dann wird in den USA das System gerade in der Küche installiert.

Einfache Installation

Die Installation ist schnell und einfach. Einige Sekunden nach dem der Echo Lautsprecher mit dem Stromnetz verbunden wurde, leuchtet der LED Ring auf. Es signalisiert den Übergang in den Standby-Modus. Dann sollte man auf dem Smartphone die Alexa-App installieren. Schließlich sollte man die App über WLAN mit dem Lautsprecher verbinden und die Anwendung ausführen. Wenn Sie Amazon Echo selbst gekauft haben, dann wird das Gerät in der Liste der verfügbaren Geräte erscheinen. Wenn nicht, dann muss man ein neues Gerät hinzufügen. In beiden Fällen erfordert das System den Zugriff auf ein Konto von Amazon und das WLAN-Netzwerk mit Internet.

Wenn alles korrekt funktioniert, kann man mit der Verwendung von Echo beginnen. Es sind ein paar Schritte für die Installation nötig. Diese sind in der Bedienungsanleitung gut beschrieben. Die Installation ist überhaupt nicht schwer im Vergleich zu den gleichen Sonos-Lautsprecher.

Jedoch sollte die Installation nur in der Reihenfolge durchgeführt werden, die beschrieben wird, da sonst Probleme auftreten können. In einem kleinen Test erstellte der Echo Lautsprecher einen Hot-Spot für die Internet Verbindung, aber der LED-Ring hat es in orange nicht signalisiert. Der Verbindungsversuch war auch nicht erfolgreich. Es half nur ein Neustart des Lautsprechers.

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Bei der Arbeit

Hier ist die Einstellung des Gerätes noch nicht fertig. Man kann bereits die grundlegenden Funktionen nutzen, aber die meisten der Skills sind noch nicht aktiviert. Unter den Skills impliziert der Amazon-Konzern bestimmte Funktionen, die eigenen des Unternehmens oder die durch Dritte zur Verfügung gestellt werden. In der ersten Gruppe gibt es Funktionen der Wettervorhersage, Verkehrsinformationen, und Kalender, sowie die Kontrolle der Musikwiedergabe. In den meisten Fällen wird das System die geeigneten Anfragen erkennen.

Man kann auch ein Skill eines Drittanbieters aktivieren. Zu den beliebtesten zählen Spotify, myTaxi, Philips Hue und die Deutsche Bahn. Allerdings sollte beim Zugriff auf ein Skill der Service am Anfang des Befehls erwähnt werden. Zum Beispiel: Alexa, fragen Sie die Deutsche Bahn nach Verfügbarkeit von Tickets von Hannover nach Hamburg“. Aber für andere Dienste kann ein zusätzliches Befehl benötigt werden.

Als Beispiel für einen erweiterten Befehl kann man Spotify nehmen. Wenn Prime Musik, TuneIn und Spotify aktiviert sind, dann gibt es mehrere mögliche Musikquellen. Wenn man den Befehl „spiel Coldplay“ gibt, wird das System zunächst in Prime Musik suchen, dann in Spotify und TuneIn. Um die Reihenfolge zu ändern, sollte man die Quelle nennen. In unserem Fall ist es notwendig, den Satz „spiele Coldplay über Spotify“ zu verwenden. Im Prinzip ist die Wiedergabe von Musik eine einfache Funktion. Es gibt keine Notwendigkeit, irgendwelche Befehle auswendig zu lernen, dass häufig in den Smart-Home-Systemen notwendig ist.

Die ersten Tests zeigen, dass zahlreiche Skills nicht sehr heterogen programmiert wurden. Das Smart Home System der Deutschen Telekom, mit dem der digitale Sprachassistent verbunden ist, ermöglicht derzeit nur einen Wechsel zwischen den zuvor erstellten Szenarien in der Smart Home-App. Es wäre viel einfacher, wenn das System den Befehl verstehen würde „schalte die Heizung im Wohnzimmer auf 21 Grad“. Das ermöglicht Netatmo, zum Beispiel.

Jedoch werden derartige Nachteile wahrscheinlich im Laufe der Zeit beseitigt. Zum Beispiel hat die Deutsche Bahn eine signifikante Erweiterung der Möglichkeiten durch Echo vor kurzem angekündigt. Heute unterstützt der Skill-Service nur die Strecken der Deutschen Bahn zwischen den Stationen. Die mobile DB Navigator Anwendung arbeiten daran, auch Bus-und Straßenbahnlinien zu Verfügung zu stellen. Die Anzahl der Skill-Dienste sind nicht so zahlreich, aber ihre Zahl wächst. Natürlich ist die Anzahl der Dienstleistungen auf dem deutschen Markt, im Vergleich zu den Vereinigten Staaten wo jetzt mehr als 3.000 Skill-Anwendungen zur Verfügung stehen, minderwertig.

Der digitale Sprachassistent erkennt gut, aber versteht nicht alles.

Amazon Echo Dot Weiss
Der Amazon Echo Dot

Bei der Präsentation der deutschsprachigen Alexa-Version im September zog es unsere Aufmerksamkeit auf die hohe Qualität der Spracherkennung und Sprachführung. Seitdem haben die Amazon-Entwickler beide verbessert. Die Firma behauptet, dass die Verbesserungen konstant sind, und wollen für den Benutzer transparent sein. Wie jedoch die ersten Stunden der Arbeit mit dem System zeigten, sind Spracherkennung und dessen Verständnis zwei verschiedene Kategorien.

Selbst mit faseliger Aussprache erkennt das System den Befehl korrekt. In der Alexa- App kann eine Liste der letzten erkannten Befehle gefunden werden. Das System versteht jedoch nicht immer was wir von ihm wollen. Bei dem Test zum Beispiel waren wir nicht in der Lage einen Radiosender zum Laufen zu bringen. Unabhängig von der Formulierung. Da in der Prime Musik Playlist eine gleichnamige Playlist war die wie der gewünschte Radiosender klang, wurde die Playlist gestartet. Trotzdem hätten wir gerne den Radiosender gehört.

Mit dem digitalen Sprachassistenten kann man frei kommunizieren. Wenn man das Ergebnis eines Fußballspiels Ihres Lieblingsfußballvereins wissen will, genügt es, den Namen des Clubs und das Datum des Spiels zu erwähnen. Das System erkennt auch die bekannten Abkürzungen wie HSV und BVB. In der ersten Woche des Tests hat der digitale Sprachassistent den Kontext erfolgreich erkannt, wie Amazon versprochen hat. Bei einem Wort mit zwei Bedeutungen wählt das System automatisch den richtigen, unter Berücksichtigung der Restwörter. Hier ist der digitale Sprachassistent Siri, Cortana und Google weit voraus.

Aber es gibt ein „aber“. Zwischen den Amazon-Skills und der der Drittanbieter ist ein ziemlich großer Unterschied. Mit ein paar Anwendungen kann man nur mit Stichworten kommunizieren.

Summasummarum

Der Amazonkonzern gibt an, dass Echo in der Endphase ist und das Produkt weiter verfeinert wird. Wie in dem US-Start verbessert sich das System ständig. Unter anderem durch Hilfe der Benutzer. Nach den ersten Tagen des Tests hat der Smart Lautsprecher einen guten Eindruck hinterlassen. Für einfache Aufgaben wie das Einstellen des Weckers, Wettervorhersage, oder Musik hören, ist es nicht mehr nötig das Smartphone in die Hände zu nehmen.

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