Alexa bringt Freiheit! – Sprachassistenten und Barrierefreiheit

Na gut, wenn man nach einem harten Tag am Büdchen bedudelt aus der Kneipe vom allabendlichen Gesöffe kütt und im breitesten Dialekt irgendein Befehl in die Qautschdose lallt, wird auch Alexa sich lieber bedecken und den Schluss halt. Alle Menschen haben oder bekommen im laufe ihres Lebens, ob gewollt oder ungewollt irgendeine Form von Einschränkung, bis hin zur Behinderung. Alexa kann da durchaus manchmal helfen…

„Voice First“ ist die Prämisse für digitale Sprachassistenten. Entsprechend bringen digitale Sprachassistenten an dieser Stelle natürlich nur Menschen etwas, die keine Einschränkung in der Sprache haben. Aber mal ehrlich, wer hat schon eine perfekte Sprache? Die Bayern? die Sachsen? Die Hessen? Egal in welche Ecke der Länder und Sprachen man greift, soetwas wie eine einmalige und eindeutige Sprache existiert kaum bis garnicht. Deutsch ist eben nicht einfach nur Deutsch. Und genau das ist doch eigentlich das schöne an Sprache.

Durch hinzunahme von weiteren Komponenten z.B aus der Smart Home Ecke, können digitale Sprachassistenten im Internet of Voice Barrierefreiheit bringen. Ob es nun darum geht grade eine Information zu finden weil die Hände den Hund von der Schlammsuhle befreien oder weil die Hände durch eine Behinderung nicht so wollen wie sie sollen um das Smartphone zu bedienen.

Besonders durch die Kombination von Sprachassistenten wie Alexa oder Google Assistant mit Smart Home Produkten, kann die Umwelt für eingeschränkte Personen heute sinnvoll und in einem größeren Maße effizient gestaltet werden als früher. Wenn also die Sprache klappt, ist auch ein Sprachassistent ein Gedanke wert. Irgendwann könnten auch Menschen mit eingeschränkter Sprache vielleicht einen Sprachassistenten einsetzen, insofern die Spracherkennung irgendwann einen entsprechenden Reifegrad erringt. So wäre es denkbar das der Sprachassistent nicht ausgeführte Sätze bei einer Sprachbehinderung durch Rückfragen die mit JA oder NEIN beantwortet werden vervollständigt und damit auch dem in der Sprache eingeschränkten Menschen zu einem vollständigen Satz verhilft.

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Da es nun einze Vielzahl an Einschränkungen und Behinderungen gibt, wäre es wünschenswert die Smart Home Produkte irgendwie diesbezüglich zu klassifizieren. So das man z.B über Einschränkungsklassen die Geräte leichter finden und verwenden kann. Eingeschränkte Menschen haben in der Regel einen gewaltigen Rechercheaufwand um ihre Anwendungsfälle und tägliche Szenarien und Probleme zu lösen. Im vergleich zu einem normalen Menschen, dürfte der Aufwand für einen eingeschränkten Menschen um viele Male größer sein. Geht einen solchen Fall im Geiste mal selbst durch, z.B für eine Urlaubsreise wenn man Gehbehindert ist!? 😉 Lesenswert an dieser Stelle, der Reisebericht von Michael Herold Teil 1 und Teil 2.

Schaut man durch den Skill Store von Amazon, so ist derzeit kein Skill für Menschen mit Einschränkungen zu finden und auch die anderen Skills sehen das nicht vor. So kann man z.B in keinem Skill für den Bus- und Bahnverkehr nach Zugangsmöglichkeiten für Rollstuhlfahrer fragen. Okay, selbst die normalen Smartphone Apps und Internetseiten bieten das kaum bis garnicht an.

Barrierefreiheit sollte also auch bei der Entwicklung von Voice-Skills für Alexa und andere Sprachassistenten ein üblicher Gedanke sein. Spezialisierte Skills die z.B im Transportwesen dem eingeschränkten Menschen seine Möglichkeiten zeigen ebenso sehr wünschenswert. Auch ein gesunder Mensch könnte sich mal ein Bein brechen. Was wir niemandem wünschen…

So könnten z.B Hersteller von Smart Home Geräten durchaus gezielt bestimmte Sets aufbauen, die je nach Behinderung entsprechend zusammengestellt sind. Angefangen vom Temperatursensor fürs Badewasser, bis hin zum Türoffner e.t.c. Unterstützt durch eine Beratungsfunktion hätten auch nicht eingeschränkte Menschen da garantiert einen Nutzen von. Man denke an Tiere, Kinder und andere  nicht sozialisierte Individuen 😉

Derzeit sind zwar viele Szenarien denkbar, jedoch quasi nichts davon in Entwicklung oder umgesetzt. Ideen von den Menschen sind gefragt die es benötigen. Aus diesem Grund sammeln wir über die EMailadresse barrierefrei@digitale-sprachassistenten.de nun ab sofort eure Vorschläge und präsentieren diese unter http://digitale-sprachassistenten.de/barrierefrei/.